Diabetes - Anzeichen, Ursachen und Behandlung - TV-Gesundheit.at

Bei Diabetes handelt es sich um eine Erkrankung des Stoffwechsels, die auch als Zuckerkrankheit bezeichnet wird. In Österreich sind im Jahr 2012 bereits mehr als sechs Millionen Menschen betroffen gewesen – man spricht also von einer weit verbreiteten Volkskrankheit. Dank moderner Behandlungsmethoden gibt es heute allerdings viele Möglichkeiten den Alltag mit Diabetes vital und angenehm zu gestalten.

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Häufigkeit

Experten schätzen, dass es Tag für Tag zu etwa 1.000 Neuerkrankungen kommt, die allerdings nicht immer zeitnah diagnostiziert werden können. Außerdem zeigt sich ganz klar, dass die Tendenz der Diabetes-Erkrankungen steigend ist, im Vergleich zum Jahr 1998 konnte man im Jahr 2012 mit sechs Millionen Patienten eine Steigerung von 38% beobachten. Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2009 in Österreich 48 Milliarden Euro für die Behandlung von Diabetes-Erkrankungen ausgegeben.

Etwa 90% der Betroffenen leiden an Diabetes Typ 2, von Diabetes Typ 1 sind nur etwa 300.000 Menschen in Österreich betroffen. Die Folgen für den Menschen selbst und das Gesundheitssystem im Ganzen sind natürlich enorm – jede Stunde sterben durchschnittlich drei Menschen an Diabetes und Jahr für Jahr kommt es in Österreich aufgrund der Erkrankung zu etwa 40.000 Amputationen. Ein wichtiger Faktor ist dabei leider die Tatsache, dass die Typ 2 Erkrankung im Schnitt acht bis zehn Jahre zu spät diagnostiziert wird.

Arten

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2, wobei Letzteres deutlich häufiger vorkommt.

Diabetes Typ 1

Bei Diabetes Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die durch eine Störung im Immunsystem verursacht wird. Hier werden die Betazellen, die normalerweise das Insulin in der Bauchspeicheldrüse produzieren, vom Körper selbst zerstört. Da dadurch ein Mangel an Insulin entsteht, können die Zellen nur unzureichend Glukose aufnehmen, so dass dann zu viel Glukose im Blut vorhanden ist. In der Regel erfolgt eine Behandlung, indem dem Körper täglich Insulin zugeführt wird.

Diabetes Typ 2

Bei Diabetes Typ 2 handelt es sich oft um eine Kombination aus einer zu geringen Reaktion auf Insulin des Körpers (Insuliunresistenz) und eine zu langsame Produktion von Insulin. Oftmals kommt es gleichzeitig auch zu Bluthochdruck und zu hohen Cholesterinwerten. Die Typ 2 Erkrankung ist nicht heilbar, kann allerdings durch einen sehr gesunden Lebensstil sowie geeignete Medikamente sehr gut in den Griff bekommen werden.

Schwangerschaftsdiabetes

Eine Sonderform von Diabetes ist Schwangerschaftsdiabetes – es entsteht, wenn durch die hormonellen Veränderungen des Körpers ein Überschuss an Insulin aufkommt. Etwa 2% der schwangeren Frauen sind betroffen und bei etwa 6% der Patientinnen bleibt die Diabetes-Erkrankung auch nach der Schwangerschaft noch bestehen. Unbehandelt kann diese Erkrankung ein Gesundheitsrisiko für Mutter und Kind darstellen.

Sonderformen

Über die Standard-Klassifizierung hinaus gibt es auch noch Sonderformen von Diabetes, wie beispielsweise genetische Defekte der Insulinwirkung, Störungen der Bauchspeicheldrüse, Diabeteserkrankungen aufgrund von hormonellen Störungen oder bestimmten Medikamenten sowie Infektionen, die den Stoffwechsel negativ beeinflussen.

Ursachen

Je nach Typ der Erkrankung können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Es ist daher wichtig zu erkennen, um welchen Typ es sich handelt.

Ursachen für Diabetes Typ 1

Bei der Entstehung von Diabetes Typ 1 sind in der Regel unterschiedliche Gene beteiligt, man spricht hier von einer Autoimmunerkrankung. Bisher sind etwa 20 relevante Genorte bekannt, es ist allerdings dennoch noch unklar, was genau der Auslöser für den Ausbruch der Krankheit ist. Beobachtungen zeigen allerdings, dass der Krankheitsverlauf in der Regel umso schwerer ist, je eher er im Leben des Patienten beginnt. Derzeit wird natürlich verstärkt an der Ergründung der Ursachen geforscht, besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf Umwelteinflüsse sowie die frühkindliche Ernährung. Auch Vorerkrankungen werden als möglicher Auslöse dabei in Betracht gezogen, zu solchen Infektionskrankheiten gehören u.a. Grippe/Influenza, Herpes, Masern oder Mumps.

Ursachen für Diabetes Typ 2

Die Ursachen von Diabetes Typ 2 hingegen konnten bereits besser erforscht werden. Klar ist, dass auch hier genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Studien konnten nachweisen, dass bei Kindern mit einem erkrankten Elternteil, eine 40%-ige und bei beiden erkrankten Elternteilen sogar eine 80%-ige Chance bestehen ebenfalls zu erkranken. Eine ungesunde Ernährung sowie mangelnde Bewegung können allerdings ebenfalls zu den Ursachen einer Diabetes Erkrankung zählen. Zu einer Erkrankung kommt es allerdings in der Regel erst, wenn Übergewicht oder Bewegungsmangel zu einer Insulinresistenz führen. Da immer mehr Kinder und Jugendliche bereits in jungen Jahren einen ungesunden Lebensstil pflegen, sind es nicht mehr nur Erwachsene, die am Typ 2 erkranken. Auch Rauchen und Schlafmangel gehören zum ungesunden Lebensstil dazu und können die Erkrankung begünstigen. Weitere wichtige Faktoren können eine gestörte Insulinausschüttung sowie eine gestörte Produktion von bestimmten Hormonen im Darm sein.

Symptome

Die Tatsache, dass Diabetes Typ 2 im Schnitt acht bis zehn Jahre zu spät diagnostiziert wird, zeigt natürlich, dass es besonders wichtig ist, auf die möglichen Symptome zu achten. Grundsätzlich sollte man wissen, dass die Symptome von Diabetes Typ 1 in den meisten Fällen deutlich früher auftreten. Außerdem kann das Krankheitsbild natürlich von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ausfallen – regelmäßige Untersuchungen sind daher die beste Möglichkeit sich Klarheit zu verschaffen.

Typische Symptome von Diabetes sind beispielsweise häufiges Wasserlassen, starke Durstgefühle, trockene und juckende Haut, Gewichtsverlust, starke und häufige Müdigkeit, schlechter verheilende Wunden sowie eine höhere Anfälligkeit für Infektionen.

Für den Typ 2 der Erkrankung äußern sich die genannten Beschwerden in leichterer Form, wodurch die Krankheit häufig lange unentdeckt bleibt. Beim Typ 1 können außerdem noch weitere Symptome hinzukommen, hierzu zählen Verstopfung, Hautentzündungen, beschränkte Sehfähigkeit oder Krämpfe.

Behandlung

Bevor eine strenge medikamentöse Behandlung empfohlen wird, raten viele Ärzte zunächst zu einer Umstellung des Lebensstils. Regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung können die Beschwerden stark linden. Dies kann durch einen Präventionskurs und in manchen Fällen auch durch eine Kur unterstützt werden. Reicht dies allein nicht aus, dann kann eine orale Therapie mit einem Antidiabetikum verschrieben werden, so dass die Blutzuckerwerte stabilisiert werden.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Gesundheit des Patienten durch eine gezielte Insulintherapie zu unterstützen. Dabei unterscheidet man zwischen einer konventionellen intensivierten Insulintherapie (ICT), bei der zu den Mahlzeiten Insulin verabreicht wird und der konventionellen Insuluntherapie (CT), bei der jeweils vor dem Frühstück und dem Abendbrot ein Mischinsulin verabreicht wird. Für die Erkrankung Typ 1 erfolgt die Insulintherapie vorrangig über Spritzen, Pens oder eine Insulinpumpe. Bei Diabetes Typ 2 können Patienten auf das Medikament Metformin zurückgreifen, welches in Tablettenform eingenommen wird.

Wichtig bei der Behandlung von Diabetes ist vor allem, dass die Medikation optimal an die Bedürfnisse des Patienten angepasst wird und dass auf eine regelmäßige Behandlung mit der genau richtigen Dosierung geachtet wird. Außerdem sollten Patienten Ihre Werte auch dann weiterhin regelmäßig messen, wenn die Symptome deutlich gelindert werden können.

Vorbeugung

Da die genauen Ursachen von Diabetes Typ 1 noch nicht ausreichend geklärt sind, ist es sehr schwer spezifische Empfehlungen für die Prävention zu geben. Hinsichtlich der Vorbeugung der Typ 2 Erkrankung, gibt es allerdings eine ganze Reihe von Dingen, die aktiv unternommen werden können.

Besonders wichtig sind eine ausgewogene, gesunde und kalorienarme Ernährung sowie ein normales Körpergewicht. Ein guter Anhaltspunkt in diesem Bereich ist Ihr persönlicher BMI, der sich aus Ihrer Körpergröße und Ihrem Gewicht ermittelt. Bei einem BMI von über 25 spricht man von Übergewicht, ab 30 sogar von Fettleibigkeit. Übergewichtige Menschen sollten eine Ernährungsumstellung in Erwägung ziehen. Neuere Studien zeigen außerdem, dass vermehrtes Bauchfett das Risiko einer Erkrankung steigern kann.

Ebenfalls wichtig bei der Prävention ist der Verzicht auf das Rauchen, da Zigaretten den Stoffwechsel sehr belasten können. Wer regelmäßig Sport treibt und Alkohol nur in Maßen trinkt, kann das Diabetes-Risiko zusätzlich weiter senken.

Folgen

Eine Erkrankung mit Diabetes kann die Nerven, Adern und die Nieren langfristig schädigen und zu ernsthaften Folgeerkrankungen führen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Patienten frühzeitig diagnostiziert werden und eine geeignete Behandlung finden. So kommt es beispielsweise nicht selten vor, dass die erhöhten Blutzuckerwerte die Netzhaut der Augen schädigen, so dass es im schlimmsten Fall zur Erblindung kommen kann. Die geschädigten Nerven können wiederum zu Impotenz führen.

Schreitet die Erkrankung fort, dann kann es zu ernsteren Folgeschäden, wie zu Schlaganfällen und Herzinfarkten kommen. Ebenfalls möglich sind Nervenschäden an den Füßen, die in seltenen Fällen zu notwendigen Amputationen führen können.

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