Zu früh kommen verhindern - Methoden und Behandlung

Ein vorzeitiger Samenerguss gehört zu den sexuellen Funktionsstörungen, welche bei Männern häufig auftreten kann. Die Störung verursacht einen Kontrollverlust über die Ejakulation während des Geschlechtsverkehrs, so dass es bereits nach kürzester Zeit (Sekunden oder wenigen Minuten) zum Höhepunkt kommt. Obwohl die meisten Ursachen psychischer Natur sind, können auch körperliche Fehlfunktionen wie Diabetes oder Bluthochdruck sowie eine Harnröhren- oder Prostataentzündung zu einem schnelleren Abspritzen führen. Das Thema ist für die meisten Männer sehr belastend, weil sie sich in ihrer Männlichkeit beeinträchtigt fühlen. Es gibt auch ärztlich erwiesene Methoden und Techniken um das zu früh kommen zu verhindern. Alle aufgeführten Tipps gegen das schnelle Kommen erfordern aber Geduld: Die Nervenbahnen im Gehirn müssen sich neu vernetzen, was nicht innerhalb von Tagen geschehen kann. Ist das Problem unlösbar und der Leidensdruck extrem groß, sollte mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden. Medikamente, wie Priligy Dapoxetin, können zumindest kurzzeitig eine potente Lösung sein.

Die Abnutzungstechnik

Ein simpler Trick ist es, die sexuelle Erregung des Körpers herabzusetzen, indem einige Stunden vor dem eigentlichen Geschlechtsverkehr masturbiert wird. Auch häufiger Sex führt zu einer Gewöhnung, die sich erregungsmildernd auswirkt. Diese Technik hilft eher wenig, wenn eine neue Partnerin ins Leben tritt - denn dann ist die Aufregung wiederum sehr groß.

Start-Stopp-Technik

Diese beliebte Technik ist einfach auszuführen und kann sowohl alleine als auch mit der Partnerin geübt werden. Der Penis wird so lange stimuliert, bis der Samenerguss unmittelbar bevorsteht. Danach wird die Penetration etwa für 30 bis 60 Sekunden gestoppt, bis der Mann die Kontrolle wieder erlangt hat. Dies sollte etwa 4 bis 5 Mal wiederholt werden, wobei jedes Mal rechtzeitig gestoppt werden muss.

Die Squeeze-Technik

Zu früh kommen verhindern kann auch die Squeeze-Technik. Sie setzt auf eine mechanische Behinderung der Erregungsleitung und erzielt gewöhnlich gute Erfolge. Unmittelbar vor dem Orgasmus wird der Penis etwa 30 Sekunden zwischen Eichel und Schaft mit Daumen und Zeigefinger zusammengedrückt. Die Erektion nimmt dadurch kurzzeitig ab, was aber durch eine erneute Stimulation schnell wieder rückgängig gemacht werden kann. Das Problem "er kommt zu früh" kann sich dann innerhalb einiger Monate lösen. Dazu muss die Technik aber bei jeder Stimulation 4 bis 5 Mal angewendet werden, bis die Ejakulation ganz unter Kontrolle gebracht werden kann. Diese Methode erfordert eine gewisse Anlaufzeit, so dass die besten Ergebnisse erst nach vielen Monaten erzielt werden.

Psychische Methoden

Zu schnell kommen kann auch behandelt werden, wenn der psychische Effekt berücksichtigt wird. Es kann sehr hilfreich sein, wenn während des Geschlechtsverkehrs kurzzeitig an etwas anderes, mitunter Trauriges oder Ärgerliches gedacht wird, zum Beispiel an den Streit mit dem besten Freund. Trotz dieser Gedankensprünge reicht die Erektion noch aus, den Koitus zu vollziehen, allerdings wirken sich die negativen Gedanken mindernd auf die Lust des Mannes aus, so dass der Höhepunkt hinausgezögert wird. Insbesondere kurz vor dem Abspritzen sollte versucht werden, an etwas ganz anderes zu denken. Manchen Männern hilft es auch, wenn sie tief durchatmen - die Stimulation wird dadurch kurzzeitig unterbrochen.

Verschieden Stellungen

Je stärker der Unterkörper beim Sex angespannt wird, desto größer ist die Gefahr, schnell zu kommen. Um einen vorzeitigen Samenerguss verhindern zu können, sollten Positionen gewählt werden, bei denen andere Körperteile die Hauptlast tragen. Der Mann sollte sich deshalb mit den Armen oder Beinen so abstützen, dass der Unterkörper entlastet wird. Sinnvoll ist auch, wenn die Frau auf dem Mann sitzt und dieser dabei auf dem Bett liegt. Stoßbewegungen in die Scheide sollten vornehmlich vom Rücken aus kommen, nicht vom Po, weil sich dieser sonst verspannt, was einen vorzeitigen Samenerguss zur Folge haben kann.

Mit dem Partner sprechen

Es kann äußerst hilfreich sein, mit dem Partner über diese Probleme zu sprechen. Ein längeres Vorspiel erweist sich in vielen Fällen als hilfreich, weil die Befriedigung tiefgreifender ist und sich der Mann nicht so sehr unter Druck gesetzt fühlt. Sex sollte prinzipiell nichts mit Leistungsdenken zu tun haben als auch Ängste beinhalten. Wenn er zu früh kommt, hilft ein vertrauliches Gespräch, damit die Probleme überwunden werden können.

Behandlung durch Priligy

Auf TV-Gesundheit ist der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) "Priligy" mit dem Wirkstoff Dapoxetin erhältlich. Priligy soll eine bessere Kontrolle über Erektion und Orgasmus ermöglichen, indem Botenstoffe im Gehirn beeinflusst werden. Das Gefühl "ich komme zu schnell" wird mit diesem Medikament wirksam unterdrückt. Priligy hat sich auf dem Markt bewährt und kann die Leistungsfähigkeit der Patienten um bis zu 300% erhöhen. Ferner kommen PDE-5-Hemmer oder lokalanästhetische Salben zum Einsatz, welche die Reizbarkeit der Eichel herabsetzen.

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